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Geschichte & Entwicklung


„Mit überaus großer Freude darf ich Ihnen auch im Namen meiner Mitbrüder der Chorherren des Stiftes Vorau, den Willkommensgruß entbieten. Es ist für ein Stift eine historische Verpflichtung und eine christliche Aufgabe, den Menschen die Möglichkeit zu bereiten, sich an der Seele und am Geist zu entfalten und weiterzubilden. Wenn im Stift Vorau im zentralen Hauptgebäude (Prälatur) heute ein Haus für die Bildung vorgestellt und bekannt gemacht wird, so ist es die Fortsetzung der Tätigkeit aus der Geschichte, zu der wir uns bekennen.

Immer wieder waren es Versuche durch verschiedene Bildungsvorgänge wie die Schulen zur Zeit Josephs II., Exerzitien, Kurse, Vorträge usw.; Versuche, der jeweiligen Zeit pastoral gerecht zu werden. Wie andere vor uns in unserem Stift, so wollen auch wir die Chance unserer Zeit, die uns gegeben ist, nutzen.“

Mit diesen Worten begann Propst Rupert Kroisleitner am 15. September 1977 seine Festansprache anlässlich der Eröffnung des Bildungshauses.

Mittlerweile sind 40 Jahre vergangen, eine Zeit, die geprägt wurde von Persönlichkeiten aus dem Orden der Augustiner-Chorherren von Vorau. Mit viel Engagement und Begeisterung baute Dir. Peter Riegler das Bildungshaus auf und machte es in den Jahren seines Wirkens zu einer Drehscheibe der oststeirischen Erwachsenenbildung. Die Bekanntheit des Bildungshauses Vorau wuchs in den Jahren stetig, sodass neben den Eigenkursen auch Gastgruppen aus dem Raum Wien und Graz unser Haus vermehrt für sich entdeckten und zu einem Ort der Weiterbildung nutzten und es auch heute noch tun.



Peter Riegler leitete das Bildungshaus Vorau bis 1992 und wurde von Mag. Stefan Reiter abgelöst, dem Propst Rupert Kroisleitner folgte. Bildungseinrichtungen sind in gewisser Weise auch zeitlichen Trends unterworfen und es gelingt nicht immer, sich diesen zu entziehen. Durch fehlende personelle Ressourcen im Bereich der Leitung war das Bildungshaus lange Zeit ein Haus für Gastgruppen, ohne jedoch eigene Kursprogramme zu entwickeln, um so mitzuwirken am pastoralen Auftrag der Chorherren. In dieser Zeit betreute Frau Luise Reiß bis zu ihrer Pensionierung die Gäste.

Die im Jahre 1977 begonnene Aufbauarbeit gilt es auch in den kommenden Zeiten weiterzuführen, das Programm den Erfordernissen der Zeit anzupassen und den Grundauftrag des Hauses nicht aus den Augen zu verlieren. So hat sich das Bild des Programms im Laufe der Jahre nicht nur vom äußeren Erscheinungsbild gewandelt. War es in den ersten Jahren, bedingt durch die technischen Möglichkeiten, schwerer durchführbar, ein Programm zu vervielfältigen, so sind heute diese Komponenten bereits ausgelagert und an Firmen übergeben worden. Auch das Medium Internet wird seit dem Jahre 2001 genutzt. So ist im Rahmen der Homepage des Stiftes auch das Bildungshaus vertreten. Eine Onlinebuchung von Seminaren, Kursen oder Zimmer ist somit jederzeit möglich geworden.



Die oben angesprochene Anpassung an die Erfordernisse unserer Zeit, hat uns bewogen, das Programm des Bildungshauses nicht nur mit einem neuen Outfit zu versehen, sondern auch inhaltliche Gewichtungen vorzunehmen.

Die Bereiche, in denen wir selber Kurse und Seminare anbieten, gliedern sich in folgende Bereiche auf:
  1. Spiritualität und Beziehung
  2. Ich – Du – Wir
  3. Kunst, Kultur und Literatur
  4. Gesundheit und Körper
Diese vier genannten Bereiche versuchen auf der einen Seite die Themen unserer Zeit abzudecken, wobei in den letzten Jahren die Frage rund um die Gesundheit zu einem zentralen Thema geworden ist und in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen wird. Auf der anderen Seite werden auch Bereiche thematisiert, die zum ureigensten Auftrag des Stiftes Vorau gehören, wie die Fragen, die in den Themenbereich Spiritualität und Beziehung fallen. Glaubenswissen und in diesem Zusammenhang die Suche nach Sinn ist in der Zeit, in der wir leben, keineswegs ad acta gelegt, sondern die Fragen werden manchmal anders gestellt. 

Der Auftrag des Stiftes in den Bereichen der Kunst und Kultur zu investieren, muss auch immer wieder neu Mut machen, nicht nur die Fühler in die Vergangenheit auszustrecken, sondern auch zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit und das Forum zu bieten, ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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