Wir gratulieren dem Propst zum Dr. theol.

Die von Prof:in Dr.in Michaela Sohn-Kronthaler betreute Dissertation trägt den Titel „[…] in den Umständen der Zeit der allgemeinen Verwirrung“. Das Augustiner-Chorherrenstift Vorau in der Ära der Pröpste Franz Sales I. Freiherr von Taufferer (1769–1810) und Franz Sales II. Knauer (1811–1837).
Als Zweitgutachter fungierte Privatdozent Dr. Thomas J. J. Wallnig (Wien). Der Prüfungssenat setzte sich aus Prof.in Dr.in Michaela Sohn-Kronthaler (Kirchengeschichte), Prof. Dr. Thomas Gremsl (Ethik und Gesellschaftslehre) und Prof. Dr. Wolfgang Weirer (Vorsitzender) zusammen.
Die Dissertation widmet sich der Entwicklung des Stiftes Vorau von der zweiten Hälfte des 18. bis in die ersten vier Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts.
Die Studie basiert auf umfangreichem Quellenstudium. Vor allem im Stiftsarchiv Vorau, dem Diözesanarchiv Graz-Seckau, dem Steiermärkischen Landesarchiv Graz und dem Allgemeinen Verwaltungsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs Wien liegen zahlreiche Quellen über die politischen, amtskirchlichen, personellen und ökonomischen Vorgänge dieser Jahrzehnte auf.
Im ersten Kapitel werden die kirchlichen und politischen Veränderungen im ausgehenden 18. Jh. dargestellt. Das nächste Kapitel gibt einen Überblick über die weltlichen und geistlichen Strukturen Innerösterreichs. Um das Stift Vorau im klösterlichen Umfeld einzuordnen, folgen Skizzen über die Entwicklungen in innerösterreichischen Stiften, die mit Vorau in näherer Verbindung standen.
Das fünfte Kapitel umreißt zunächst die Geschichte des Stiftes Vorau von der Gründung 1163 bis in das Jahr 1769. Die anlässlich der Propstwahl des Jahres 1769 aufgenommenen Inventarien bieten den Anlass für eine Bestandserhebung des Stiftes und dessen personeller und materieller Situation zu diesem Zeitpunkt.
Die Amtszeit des Propstes Franz Sales Freiherrn von Taufferer (1769–1810) wird sodann eingehend erforscht. In seine Ära fallen die einschneidenden Veränderungen der josephinischen Reformen und der Napoleonischen Kriege. Darauf folgt das Kapitel über die Periode seines Nachfolgers Franz Sales Knauer (1811–1837). Diese stand im Zeichen der wirtschaftlichen und personellen Konsolidierung des Stiftes.
Eine Auflistung der Werke von Aquilin Julius Cäsar, Bilder und ein ausführliches Quellenverzeichnis schließen das Werk ab.

